Bierdeckel gegen Menschenfeindlichkeit

Der Nährboden für gruppenbasierende Menschenfeindlichkeit, d.h. die Abwertung eines Menschen basierend auf einem Merkmal wie der Herkunft, der Hautfarbe, der Religion, des Geschlechts, der sexuellen Ausrichtung oder aufgrund einer Behinderung, wird angereichert durch Vorurteile gegenüber ‚den Anderen‘, welche in ihrer häufigsten Form in Stammtischparolen zum Ausdruck gebracht werden. Ausdrücke, wie „Eh, bist du schwul oder was?!“ oder „Politiker machen doch eh was sie wollen“, finden immer häufiger gebrauch.

Die Jusos Aachen haben gemeinsam mit den Falken KV Aachen Bierdeckel entworfen, um den gängigsten Vorurteilen faktisch Paroli zu bieten, rechtspopulistische Äußerungen zu entkräften und die Nutzer der Bierdeckel zum Nachdenken anzuregen. 40.000 Bierdeckel werden in Cafés, Kneipen, kirchlichen und nicht- kirchlichen Jugendtreffs, in Räumlichkeiten von Sportvereinen, in Schul- und Hochschulmensen, in Diskos sowie bei Konzerten und Veranstaltungen in Aachen ausliegen.

 

„Zwar ist es die Pflicht demokratischer Parteien, die Ängste und Perspektivlosigkeit in Zeiten wirtschaftlicher Umwälzungen zu be- kämpfen und das Vertrauen in die Politik und die regierenden Parteien wiederherzustellen und somit rechtspopulistischen Äußerungen den Nährboden zu entziehen. Aber wir hoffen, dass ei- ne Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen hierzu beitragen kann“, so Anne Pauli von den Jusos Aachen.

Neben den Bierdeckeln sollen auch Plakate dazu anregen Andere nicht aufgrund eines Geburtsmerkmals, sondern aufgrund ihrer Handlungen zu beurteilen. Die Kampagne wird unterstützt durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Nähere Informationen gibt es auf der eigens für die Kampagne eingerichteten Website:

www.bierdeckel.jusos-aachen.de