Solidarität mit Bombardier

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Bürgermeister Björn Jansen, erklärt seine Solidarität mit den Beschäftigten von Bombardier.

Der Schock bei den Aachener Bombardier-Mitarbeitern sitzt tief. Die Konzernleitung möchte das Werk in Aachen schließen, obwohl die Auftragsbücher in Aachen voll sind und die Produktionsauslastung einen Dreischichtbetrieb erfordert.

Es ist absolut unverständlich, dass das Management von Bombardier mal eben, ohne mit der Wimper zu zucken, 600 Menschen auf die Straße setzt. Dabei wurden im August noch acht Auszubildende neu eingestellt. Wo bleibt da die soziale Verantwortung, die Menschlichkeit?

Nach fast 175 Jahren sollen die Pforten geschlossen werden, obwohl der Standort Aachen wegen seiner Nähe zum Campus der RWTH und der geplanten Campusbahn als sehr vielversprechend gilt. Die Angestellten bei Bombardier stehen nun vor dem Nichts, sind fassungslos, verzweifelt, traurig und wütend. Es herrscht Katastrophenstimmung an der Jülicher Straße.

Gerade in dieser schwierigen Phase benötigen die Mitarbeiter von Bombardier Unterstützung von Gewerkschaften, Politik, Stadt und Betriebsrat. Kampfgeist und Durchhaltewille sind jetzt gefragt, ein deutliches Zeichen muss gesetzt werden. Ein derartiges Verhalten darf nicht einfach hingenommen werden. Zusammenhalt und Solidarität werden in Aachen groß geschrieben, die Betroffenen sind nicht alleine. Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) und Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) machen es vor und demonstrieren ihre Unterstützung. Aufgeben gibt es nicht, gemeinsam kämpfen ist jetzt angesagt. Auch die Katastrophe bei Philips mit einem Stellenabbau von rund 2200 Stellen im Industriesektor ist nicht in Vergessenheit geraten. Denn auch dort war Aachen betroffen. Es ist jetzt von enormer Bedeutung, dass die gesamte Region geschlossen hinter dem Standort Aachen steht.