Zur aktuellen Situation der Aachen Ultras (ACU)

Die Aachener Jusos sehen den Rückzug der Aachen-Ultras als eine Niederlage im Kampf gegen Rechtsextremismus an.
Die Aachen-Ultras waren eine der Fangruppierungen in Deutschland, die sich offen gegen jegliche Form von Diskriminierung aussprachen. Im Gegensatz dazu ist die nun alleinstehende Karlsbande (KBU) in unseren Augen eine rechtsoffene Gruppierung. Die besorgniserregenden Angriffe der Karlsbande auf Mitglieder der Aachener Ultras der letzten Wochen und Monate gaben nun den Auslöser für den Rückzug der ACU aus der Aachener Fanszene.

„Fußball darf kein rechtsfreier Raum sein, in dem sich rivalisierende Gruppen, egal ob es sich hierbei um Fans eines oder verschiedener Vereine handelt, jagen, verletzten oder bedrohen.“, so Linus Offermann für die Aachener Jusos.
Weiterhin stellt Tobias Küppers, Vorsitzender der Aachener Jusos klar: „Auf Unverständnis stößt bei uns die Aussage, dass Politik im Stadion nichts zu suchen habe. Wir möchten an dieser Stelle unterstreichen, dass im Fußball verfassungsfeindliche und menschenverachtende Positionen keinen Platz haben. Eine Sportkultur, die sich nicht engagiert für Demokratie und Menschenrechte einsetzt, können wir in unserer Gesellschaft nicht tolerieren.“

Die Aachener Jusos möchten weiterhin unterstreichen, dass es sich bei den Aachen-Ultras um keine linksextreme, gewaltbereite Gruppierung handelt. Sie bedauern den Verlust der Aachen-Ultras. Es ist alarmierend, dass sich eine Fangruppierung auflösen musste, da sie sich stetiger Gewalt ausgesetzt sah und keine ausreichende Unterstützung erfuhr.

Die Jusos Aachen fordern ein wirksames Engagement gegen Rechtsextremismus im Fußball. Die Maßnahmen, die bereits gegen die Karlsbande ergriffen wurden, müssen konsequent durchgeführt und verstärkt werden.
Die Alemannia ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt. Die Aachener Jusos stehen daher ein für eine offene, tolerante und vielfältige Fankultur auf den Rängen des Tivolis.