Germanys Next Topmodel: Und was geht mich das an?

Juso-SchülerInnenPassend zum Finale der 8.Staffel der Model-Casting-Show hatten die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Juso-Schüler und -Schülerinnen zu einem Workshop eingeladen.Rund 20 Personen nahmen in der SPD-Geschäftsstelle daran teil und diskutierten lebhaft über die Wirkungen und den Stellenwert der Show, die auch in diesem Jahr nahezu 3 Mio Zuschauer und vor allem Zuschauerinnen hatte.
In der regen Diskussion stand im Mittelpunkt, was diese Sendung vermittelt und ob neben Konformität und perfekter Selbstinszenierung und Selbstoptimierung andere Werte in den Hintergrund gedrängt werden.

Auch kam die Frage auf, wie sich die ständige Präsenz auf die Wahrnehmung von jungen Mädchen auswirkt. Neben dem optimierten Körper sollen die Teilnehmerinnen der Casting-Show sich den absurdesten Aufgaben und Wünschen der Juroren stellen. Es wird die absolute Anpassung gefordert und den zum großen Teil doch sehr jungen Zuschauerinnen ein Rollenbild vermittelt, das keine Individualität zulässt. Frauen sollten vor allem eins sein: Hübsch und gehorsam!
So bekannte auch eine Teilnehmerin: „Ich fühle mich danach immer ganz hässlich!“

asfDie Brücke zum Thema Leistungsdruck, dem sich die Jugend in vielen Bereichen ausgesetzt fühlt, konnte so auch leicht geschlagen werden, mit den Fragen: Wie wird Erfolg und Leistung definiert, welche Fähigkeiten und Qualifikationen sind wichtig und welchen sozialen Umgang wir miteinander fördern wollen?
Eine spannende Frage angesichts der Omnipräsenz eines „durchgecasteten Lebens“ in allen Medien , dem man sich kaum entziehen kann.
Nach dieser erfolgreichen Veranstaltung freuen wir uns auf weitere spannende Themen.