Rückblick: Podiumsdiskussion Inklusion im Sport

Dass ein Mensch mit einer Behinderung vom 10m Turm springt, muss zur Normalität werden!“

Was lange währt, wird endlich gut. So oder so ähnlich kann man den Montagabend des 9.3. im Aachener Mörgenstheater beschreiben.

Dort fand unsere Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion im Sport“ statt.

Auf dem Podium waren zu Gast der Paralympics Sieger Markus Rehm, Ulla Schmidt, MdB, die Vorsitzende des Lebenshilfe und persönliches Mitglied im DOSB, und Dr. Georg Schick vom Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen.

Schnell entsteht eine lebhafte Diskussion, in der zunächst Markus Rehm über seinen Wasserskiunfall, sportlichen Weg und seinen bisherigen Karrierehöhepunkt spricht. Darin wird schon deutlich, hier sitzt ein absolutes Vorbild, einer der Inklusion lebt aber auch genau analysiert. Er sagt, inklusiver Sport bzw. Wettkampf bedeutet Gemeinschaft. Eine gemeinsame Wertung muss nicht das Ziel sein. Im Vordergrund steht das Miteinander!“

Dieser Meinung können sich alle anschließen. Doch wie möchte man genau jenes verwirklichen?

Wir müssen es schaffen,dass die Vereine und Verbände offen für einen gemeinsamen inklusiven Breitensport werden, so Schick.

Allerdings sollte man differenzieren. Inklusion ist vonnöten, aber nicht alle sind inkludierbar. Darum braucht es auch weiterhin die bestehenden konkreten Angebote für Nichtbehinderte. Ein Vorzeigeprojekt ist in dem Fall der Verein „Tabalingo“. Ursula Espeter gründete den Verein 2010. Ziel war und ist es jungen Menschen mit und ohne Behinderung eine Freude der Bewegung zu vermitteln. Nach drei Jahren Entwicklung, praktiziert der Verein aus Stolberg, erfolgreich Inklusion im Sport.

Ein Satz bleibt den Zuhörern und Gästen nach der Diskussion noch im Kopf.

„Dass ein Mensch mit einer Behinderung vom 10m Turm springt, muss zur Normalität werden!“

Ein guter Schlusspunkt, den Ulla Schmidt damit gesetzt hat. Ein Ziel. Ein Weg. Und hoffentlich bleibt es nicht nur ein Wunsch!

Die Jusos Aachen bedanken sich für einen tollen Abend und eine lebhafte Diskussion.